Welche Parkett-Arten gibt es eigentlich?

  1. Teil der Serie: DIELEN

Wenn wir von Massivparkettböden sprechen, hat jeder ein ganz individuelles Bild im Kopf. Die einen denken sofort an eine Landhausdiele, während andere an Industrie-, Mosaik- oder Stabparkett denken.

Alle sprechen von Parkett und doch liegen zwischen den Parkett-Arten Welten. Aus diesem Grund widme ich den heutigen Blog den Verlege- und Parkettarten.

In diesem Blogbeitrag wollen wir uns mit den DIELEN beschäftigen.

Von Dielen sprechen wir, wenn es sich auf der Oberfläche eines Brettes um ein ganzes Stück aus einer Holzart handelt. Ein Verlege-„Brett“ ist mind. 40 cm lang und 12 cm breit. Je nach Holzart kann eine Diele bis zu 14 m lang sein.

Dielen eigenen sich für alle Räume, die großzügig gestaltet werden sollen, und natürlich für alle, die den Landhausstil bevorzugen.

Eine Besonderheit bei Dielen ist ihre schöne Breite und Länge. Nicht jedes Holz ist für eine breite Diele geeignet. Der stolze Eigentümer einer Diele muss nämlich wissen, dass sich zwischen besonders breiten Dielen auch breite Fugen ausbilden können. Die Fugenbildung entsteht weniger durch den jahreszeitlich bedingten Wärmeunterschied, als vielmehr durch die vor allem im Winter entstehende trockene Heizungsluft. Es kann aber auch, je nach Jahreszeit, durch regional bedingte hohe Luftfeuchtigkeit oder durch zu feuchte Reinigung wiederum zum Aufquellen des Holzes kommen. Aufgrund der ständigen Zu- und Abnahme der Feuchtigkeit im Holz fräst der Parketthersteller gleich eine Fase an die Holzkannte. Somit hat die Diele von Anfang an eine optische Fuge und die Bewegungen im Holz fallen dann nicht mehr so auf.

Hier sehen Sie eine Eichendiele, massiv, rustikal, gebürstet, angeräuchert, geölt und mit Fase.

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Ach noch etwas! Nicht jede Holzart eignet sich besonders gut für Dielen.

Gute Holzarten für massive Dielen sind z. B. Eiche, Akazie, Kirsche, Nussbaum, Esche, Doussie, Teak und Merbau. Eine eher ungeeignete Holzart für massive Dielen ist beispielsweise Buche.

Jede Holzart hat ihre individuelle Farbe. Besonders angehende Dielenbesitzer interessieren sich für die Farbe ihres zukünftigen Holzbodens. Welche Holzart schließlich auserkoren wird, hängt vom individuellen Geschmack und von der Einrichtung ab. Natürliche Holzfarben lassen sich einfach grob in ‚weiß‘, ‚rot‘ und ‚braun‘ einteilen. Darüber hinaus können Sie natürlich alle Hölzer auch einfärben.

Immer wieder wird mir die Frage gestellt, ob nicht in die Fugen auch Krümel fallen könnten? Natürlich!?! Diese können Sie mit Ihrem Staubsauger im Normalfall gut entfernen.

Massivdielen sollten aus unserer Erfahrung nicht auf einer Fußbodenheizung verlegt werden, weil diese dadurch einer Untertrocknung ausgesetzt sind und häufig schnell Schaden nehmen. Wenn Sie sich dennoch für eine Diele auf Ihrer Fußbodenheizung entscheiden, empfehlen wir Ihnen, nicht über eine Dielendicke von 15 mm hinauszugehen, da der Energieverlust sonst zu groß wird.

Zu guter Letzt: Dielen können sowohl schwimmend als auch verklebt verlegt werden. (Details hierzu finden Sie im Blogtext vom September 2015).