Parkettarten, Teil 2: Lamparkett

Lamparkett ist eine Parkettart, die sich dadurch auszeichnet, dass sie keine Nut und Feder hat. Das bedeutet, dass diese Parkettart ohne Verbindung zum danebenliegenden Stab verklebt verlegt wird. Lamparkett muss deshalb immer schubfest verklebt verlegt werden, da das Parkett bei Veränderung der Luftfeuchte Überzähne bekommen würde. Überzähne sind Parkettecken, die aus der Fläche nach dem Versiegeln hochstehen. Entstehen können sie, wenn das Holz durch Feuchteeinwirkung aufquillt, wie z. B. bei zu feuchtem Wischen oder durch sehr hohe Luftfeuchtigkeit (über 60 %).

Lamparkett kann in allen Größen hergestellt werden, aber nicht alle Größen sind zweckmäßig. Standard ist heute in Deutschland ein Maß von 250 x 50 x 10 mm. Diese Größe ist aufgrund des Verhaltens beim Quellen und Schwinden des Holzes erfahrungsgemäß am wenigsten anfällig für Überzähne.

Mit der Zeit entstehen beim Lamparkett Fugen zwischen den einzelnen Parkettstäben, die aber zu dieser Art der Verlegung dazugehören Wer damit leben mag, hat einen Boden, der vielen Generationen Freude bereiten kann.

In Deutschland wurde Lamparkett bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts noch sehr häufig verlegt. Es erfreute sich seiner Beliebtheit aufgrund der Höhe –10 mm entsprachen der Fliesenhöhe – und des Preises. So konnte der Boden ohne eine Kante eben verlegt werden. Der Preis im Verhältnis zur Holznutzung ist bis heute unschlagbar und liegt deutlich unter dem anderer Parkettarten.

In Italien ist Lamparkett noch heute sehr beliebt. Besonders häufig ist Lamparkett aus Olivenholz in einer durchschnittlichen Größe von 250 x 50 x 10 mm anzutreffen. Bei anderen Holzarten ist eine Größe von ca. 500 x 60 x 10 mm gängig

Lamparkett ist in allen Holzarten erhältlich und steht in den folgenden Verlegemustern zur Verfügung: Halbverband, unregelmäßiger Verband, Fischgrad, Würfel, Tafelböden.

Hier sehen Sie ein Beispiel, wie Lamparkett verlegt werden kann:

 

Parkett (28)