Parkettarten, Teil 3: Mosaikparkett

Von einem Mosaikparkett spricht man, wenn die einzelnen Stäbe oder auch Lamellen genannt, bei einem Standard Mosaikparkett folgende Maße haben: Breite ca. 2,1 cm, Länge 16 cm, Dicke 0,8 cm.

Wie der Name Mosaikparkett schon sagt, wird er wie ein Mosaik verlegt und hat beinahe unendlich viele Verlege Möglichkeiten. Diese Parkettart wird immer verklebt verlegt und kann bis zu 4-mal abgeschliffen werden. Egal ob lackiert oder geölt, ist dieser Boden ein schöner hin Gucker, der aber auch einiges aushält. Besonders wenn man eine rustikale Sortierung wählt. Von einer rustikalen Sortierung spricht man, wenn die Hölzer, wie unten auf den Fotos zu sehen, ein bisschen ein Farbspiel zulassen. Dies steht im Gegensatz zu einer ruhigen Sortierung, bei der die Stäbe fast die identische Farbe haben.

Der eventuell bekannteste Mosaikparkett ist der Würfel, den man in verschiedenen Größen verlegen kann. Schon hier gibt es eine große Vielfalt an Verlegearten.

Hier sehen Sie eine Standard Verlegung:

Mosaikboden, Würfel, Eiche

Mosaikboden, Würfel, Eiche

Aber auch der so genannte englische Verband wird gerne verlegt. Diesen gibt es einreihig, wie unten zu sehen, oder in zweier, dreier Reihen.

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Mosaikparkett, englischer Verband, Amerikanische Walnuss.

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Das vorderste Muster zeigt eine weitere Mosaikparkett Verlegart in Eiche.

Wie Sie sehen, gibt es viele Verlegmöglichkeiten. Wir können hier nur eine kleine Auswahl zeigen, durch die aber bereits die Vielfalt zu erkennen ist.

Wir beraten Sie gerne, welcher Boden zu Ihnen passt.

Parkettarten, Teil 2: Lamparkett

Lamparkett ist eine Parkettart, die sich dadurch auszeichnet, dass sie keine Nut und Feder hat. Das bedeutet, dass diese Parkettart ohne Verbindung zum danebenliegenden Stab verklebt verlegt wird. Lamparkett muss deshalb immer schubfest verklebt verlegt werden, da das Parkett bei Veränderung der Luftfeuchte Überzähne bekommen würde. Überzähne sind Parkettecken, die aus der Fläche nach dem Versiegeln hochstehen. Entstehen können sie, wenn das Holz durch Feuchteeinwirkung aufquillt, wie z. B. bei zu feuchtem Wischen oder durch sehr hohe Luftfeuchtigkeit (über 60 %).

Lamparkett kann in allen Größen hergestellt werden, aber nicht alle Größen sind zweckmäßig. Standard ist heute in Deutschland ein Maß von 250 x 50 x 10 mm. Diese Größe ist aufgrund des Verhaltens beim Quellen und Schwinden des Holzes erfahrungsgemäß am wenigsten anfällig für Überzähne.

Mit der Zeit entstehen beim Lamparkett Fugen zwischen den einzelnen Parkettstäben, die aber zu dieser Art der Verlegung dazugehören Wer damit leben mag, hat einen Boden, der vielen Generationen Freude bereiten kann.

In Deutschland wurde Lamparkett bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts noch sehr häufig verlegt. Es erfreute sich seiner Beliebtheit aufgrund der Höhe –10 mm entsprachen der Fliesenhöhe – und des Preises. So konnte der Boden ohne eine Kante eben verlegt werden. Der Preis im Verhältnis zur Holznutzung ist bis heute unschlagbar und liegt deutlich unter dem anderer Parkettarten.

In Italien ist Lamparkett noch heute sehr beliebt. Besonders häufig ist Lamparkett aus Olivenholz in einer durchschnittlichen Größe von 250 x 50 x 10 mm anzutreffen. Bei anderen Holzarten ist eine Größe von ca. 500 x 60 x 10 mm gängig

Lamparkett ist in allen Holzarten erhältlich und steht in den folgenden Verlegemustern zur Verfügung: Halbverband, unregelmäßiger Verband, Fischgrad, Würfel, Tafelböden.

Hier sehen Sie ein Beispiel, wie Lamparkett verlegt werden kann:

 

Parkett (28)

Welche Parkett-Arten gibt es eigentlich?

  1. Teil der Serie: DIELEN

Wenn wir von Massivparkettböden sprechen, hat jeder ein ganz individuelles Bild im Kopf. Die einen denken sofort an eine Landhausdiele, während andere an Industrie-, Mosaik- oder Stabparkett denken.

Alle sprechen von Parkett und doch liegen zwischen den Parkett-Arten Welten. Aus diesem Grund widme ich den heutigen Blog den Verlege- und Parkettarten.

In diesem Blogbeitrag wollen wir uns mit den DIELEN beschäftigen.

Von Dielen sprechen wir, wenn es sich auf der Oberfläche eines Brettes um ein ganzes Stück aus einer Holzart handelt. Ein Verlege-„Brett“ ist mind. 40 cm lang und 12 cm breit. Je nach Holzart kann eine Diele bis zu 14 m lang sein.

Dielen eigenen sich für alle Räume, die großzügig gestaltet werden sollen, und natürlich für alle, die den Landhausstil bevorzugen.

Eine Besonderheit bei Dielen ist ihre schöne Breite und Länge. Nicht jedes Holz ist für eine breite Diele geeignet. Der stolze Eigentümer einer Diele muss nämlich wissen, dass sich zwischen besonders breiten Dielen auch breite Fugen ausbilden können. Die Fugenbildung entsteht weniger durch den jahreszeitlich bedingten Wärmeunterschied, als vielmehr durch die vor allem im Winter entstehende trockene Heizungsluft. Es kann aber auch, je nach Jahreszeit, durch regional bedingte hohe Luftfeuchtigkeit oder durch zu feuchte Reinigung wiederum zum Aufquellen des Holzes kommen. Aufgrund der ständigen Zu- und Abnahme der Feuchtigkeit im Holz fräst der Parketthersteller gleich eine Fase an die Holzkannte. Somit hat die Diele von Anfang an eine optische Fuge und die Bewegungen im Holz fallen dann nicht mehr so auf.

Hier sehen Sie eine Eichendiele, massiv, rustikal, gebürstet, angeräuchert, geölt und mit Fase.

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Ach noch etwas! Nicht jede Holzart eignet sich besonders gut für Dielen.

Gute Holzarten für massive Dielen sind z. B. Eiche, Akazie, Kirsche, Nussbaum, Esche, Doussie, Teak und Merbau. Eine eher ungeeignete Holzart für massive Dielen ist beispielsweise Buche.

Jede Holzart hat ihre individuelle Farbe. Besonders angehende Dielenbesitzer interessieren sich für die Farbe ihres zukünftigen Holzbodens. Welche Holzart schließlich auserkoren wird, hängt vom individuellen Geschmack und von der Einrichtung ab. Natürliche Holzfarben lassen sich einfach grob in ‚weiß‘, ‚rot‘ und ‚braun‘ einteilen. Darüber hinaus können Sie natürlich alle Hölzer auch einfärben.

Immer wieder wird mir die Frage gestellt, ob nicht in die Fugen auch Krümel fallen könnten? Natürlich!?! Diese können Sie mit Ihrem Staubsauger im Normalfall gut entfernen.

Massivdielen sollten aus unserer Erfahrung nicht auf einer Fußbodenheizung verlegt werden, weil diese dadurch einer Untertrocknung ausgesetzt sind und häufig schnell Schaden nehmen. Wenn Sie sich dennoch für eine Diele auf Ihrer Fußbodenheizung entscheiden, empfehlen wir Ihnen, nicht über eine Dielendicke von 15 mm hinauszugehen, da der Energieverlust sonst zu groß wird.

Zu guter Letzt: Dielen können sowohl schwimmend als auch verklebt verlegt werden. (Details hierzu finden Sie im Blogtext vom September 2015).

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer schwimmenden und einer verklebten Verlegung von Parkett oder anderen Bodenbelägen?

Immer wieder werde ich mit großen Augen angesehen, wenn ich unsere Kunden frage, ob Sie Ihren Boden verklebt oder schwimmend verlegt haben wollen. Was schwimmt denn da? Ist da dann eine Masse dazwischen, auf der der Bodenbelag schwimmt?

Natürlich nicht. Streng genommen liegt der verklebt verlegte Boden auf einer Masse: dem Parkettkleber oder einem anderen Kleber, der zum Bodenbelag passt.

Von einer schwimmenden Verlegung spricht man, da der Bodenbelag auf dem Boden „schwimmt“. Dies bedeutet, er wird nicht mit dem Untergrund verbunden, sondern liegt lediglich auf einer Trittschalldämmung lose auf.

Die schwimmende Verlegeart ist aus diesem Grund auch nur bei Dielen zu empfehlen. Bei Holzverlegungen, wie z. B. bei Stab- oder Mosaikparkett, ist eine schwimmende Verlegung nicht möglich.

 

Die Vorteile einer verklebten Verlegung sind vielfältig:

  1. Sie können Ihr Parkett mindestens einmal mehr abschleifen.
  2. Auch der Trittschall verringert sich deutlich, da der Bodenbelag mit dem Untergrund fest verbunden ist. Wenn ich es einmal musikalisch ausdrücken darf: Der Resonanzkörper ist nun das gesamte Haus und nicht nur das Zimmer oder gar der Raum zwischen Boden und Bodenbelag. Dadurch sind die Schallwellen länger und die Lautstärke des Tritts – aber auch des Raumschalls – verringert sich.
  3. Wir empfehlen bei einer Fußbodenheizung generell eine verklebte Verlegung. Durch den fehlenden Luftraum erwärmt sich der Raum besser und schneller und Sie sparen Heizkosten.

Wer mehr wissen möchte, kann sich natürlich an uns wenden. Wir beraten Sie gerne welche, Verlegeart für Sie die passende ist.

Reinigung und Pflege von Parkettböden im Allgemeinen

Die am häufigsten gestellte Frage ist die Frage nach der Reinigung und Pflege von Parkett. Es herrscht der Irrglaube, dass Parkett besonders schwer zu pflegen sei. Wir als Fachgeschäft können Ihnen versichern, dass ein Parkettboden sehr pflegeleicht ist.

Generell wird der lackierte Parkettboden, je nach Beanspruchung, „nur“ gesaugt oder mit einem nicht kratzenden Mikrofasertuch trocken gefegt.

Sollten Sie das Bedürfnis haben, Ihren lackierten Parkettboden intensiver zu reinigen, raten wir Ihnen dazu, mit heißem Wasser nebelfeucht zu wischen. Nebelfeucht bedeutet, dass fast trocken gewischt wird. Für den Fall, dass Sie nicht genug Kraft in den Händen haben, das Reinigungstuch stark genug auszuwringen, wickeln Sie ein weiteres trockenes Tuch darum und wringen erneut aus. Auf keinen Fall sollten beim Wischen Pfützen entstehen. Mit heißem Wasser zu wischen hat den Vorteil, dass das Wasser schnell verdampft und somit nicht in das Holz eindringen kann, selbst wenn kleine Kratzer vorhanden sind.

Es bietet sich an, so wie es im Schwäbischen ja sowieso jede Hausfrau macht, je nach Bedarf den Boden grundzureinigen. Hier sollte dann auch eine geeignete Pflege verwendet werden. Im Anschluss an eine Grundreinigung bietet sich eine härtende Pflege an.

Hier nun in Kürze:

  • Regelmäßig saugen oder mit einem nichtkratzenden Mikrofasertuch fegen.
  • Gegebenenfalls nebelfeucht mit heißem Wasser wischen.
  • Nach Bedarf mit einem härtenden Pflegemittel grundreinigen.

Referenz

BNI_Testem_Kuhnle_Parketthaus

Wir haben in unserem Geschäftsleute-Netzwerk BNI eine tolle Referenz von Harald Kuhnle erhalten. Vielen Dank!

Arbeitseinsatz in Südafrika mit JAM Deutschland

Wir danken JAM Deutschland für die sehr bewegende Zeit in Südafrika, auf die wir mit vielen tollen Erlebnissen, Begegnungen und Eindrücken zurückblicken.
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