Beim Herausreißen eines alten Bodens kommt darunter oft ein zäher, schwarzer Klebstoff zum Vorschein. In sehr vielen Fällen handelt es sich dabei um Steinkohlenteerpech, einen Kleber, der bis in die 1970er Jahre verwendet wurde und PAK enthält (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). Wir erklären, woran Sie es erkennen, warum Eigenarbeit hier riskant ist und wie eine fachgerechte Sanierung in Stuttgart abläuft.
Wenn unter Ihrem alten Parkett, Linoleum oder PVC ein zäher, schwarzer Klebstoff sitzt und der Bodenaufbau vor etwa 1980 entstanden ist, sollten Sie davon ausgehen, dass es sich um teerhaltigen Parkettkleber handeln kann. Diese Kleber gelten heute als gesundheitsgefährdend und dürfen nicht in Eigenregie entfernt werden. Eine kleine Materialprobe in einem akkreditierten Labor schafft Klarheit, wir kümmern uns um Probe, Sanierung und Neuverlegung in einem Zug.
Eine sichere Aussage liefert immer nur die Laboranalyse. Diese Merkmale erhöhen den Verdacht und sollten zur Probenahme führen.
Steinkohlenteerpech wurde überwiegend bis Mitte der 1970er als Bodenkleber eingesetzt, vereinzelt noch in den 80er-Jahren. Bei Stuttgarter Altbauten und Bauten der Nachkriegszeit lohnt der genaue Blick.
Der Kleber ist nicht trocken-bröselig, sondern wirkt eingedickt, dunkelbraun bis tiefschwarz, oft mit leicht glänzender Oberfläche. Beim Hantieren bleiben Rückstände am Werkzeug haften.
Erwärmt man den Klebstoff oder reibt man darüber, riecht er häufig nach Teer oder Bitumen, ähnlich wie alter Asphalt. Dieser Geruch ist ein deutliches Indiz, ersetzt aber keine Analyse.
Klassische Stab- und Mosaikparkette aus Stuttgarter Altbauten wurden häufig direkt in Teerkleber auf den Estrich gesetzt. Auch unter alten Linoleum- oder PVC-Bahnen taucht der schwarze Kleber regelmäßig auf.
Der Klebstoff lässt sich nicht einfach abkehren. Er klebt zäh am Estrich und reißt beim Lösen Teile des Untergrundes mit. Genau das macht ihn so gefährlich, sobald man trocken arbeitet.
Im Stuttgarter Kessel, in Bad Cannstatt, Feuerbach, Zuffenhausen oder Esslingen treffen wir teerhaltige Kleber regelmäßig an, vor allem in Wohnungen, die zwischen 1955 und 1975 saniert oder neu mit Parkett belegt wurden.
Steinkohlenteerpech ist ein Rückstand aus der Verkokung von Steinkohle. Er wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts intensiv als Klebstoff eingesetzt, weil er günstig war, sich gut verarbeiten ließ und das Holz vor aufsteigender Feuchtigkeit schützen sollte. Erst in den 1970er Jahren wurde er nach und nach durch Bitumen- und später Kunstharzkleber ersetzt.
Teerhaltige Kleber enthalten polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Mehrere dieser Verbindungen, allen voran Benzo(a)pyren, gelten als krebserzeugend. Solange der Kleber unter einem dichten Belag liegt, ist die Belastung in der Raumluft meist gering. Sobald man ihn aufschlägt, schleift oder erhitzt, gelangen die Stoffe in Staub und Atemluft.
Wer alten Parkett oder Linoleum entfernt und dabei trocken auf teerhaltigem Kleber arbeitet, setzt sich und seine Umgebung einer vermeidbaren Belastung aus. Deshalb gehört der Rückbau in die Hände eines zugelassenen Fachbetriebs mit eigener Mannschaft, geeigneter Absaugung und sauberer Entsorgungskette.
Nicht jeder schwarze Klebstoff erfordert die gleiche Lösung. Welche Variante zu Ihrem Boden passt, klären wir nach der Vor-Ort-Begutachtung und gegebenenfalls einer Materialprobe.
Bei niedrigeren PAK-Konzentrationen und passendem Aufbau kann der Kleber unter einer dichten, dampfsperrenden Schicht und einem neuen Bodenaufbau verbleiben. Das spart Zeit und Aufwand, ist aber nur in bestimmten Konstellationen zulässig.
Bei höheren Werten oder kritischem Aufbau bauen wir den belasteten Kleber kontrolliert zurück: staubarme Technik, abgeschotteter Arbeitsbereich, Schutzausrüstung und korrekt deklarierte Entsorgung. Der Estrich wird im Anschluss neu vorbereitet.
Wenn neben PAK auch Asbest oder defekte Estriche im Spiel sind, lohnt sich oft die Komplettsanierung: Schadstoffe raus, neuer Estrich oder Spachtelung rein, neuer Boden aus einer Hand. Eine Baustelle, ein Ansprechpartner, ein Festpreis.
Beim Schleifen, Stemmen oder Kratzen entstehen Stäube mit PAK. Diese gelangen über die Atemluft in den Körper. Mehrere PAK-Verbindungen sind als krebserzeugend eingestuft, ein Risiko, das sich mit normaler Heimwerker-Schutzausrüstung nicht beherrschen lässt.
Trockenes Arbeiten verteilt feinen Staub in der gesamten Wohnung und über Lüftung, Kleidung und Schuhwerk auch in Nachbarbereiche. Was nach der Sanierung in Ritzen, Sockelleisten und Lüftungsanlagen liegt, lässt sich später nur schwer wieder entfernen.
PAK-belasteter Bauschutt muss mit korrektem Abfallschlüssel deklariert und in einer dafür zugelassenen Anlage entsorgt werden. Eine reguläre Bauschuttmulde ist nicht zulässig. Als Fachbetrieb kümmern wir uns um Nachweis und Logistik.
Wer Schadstoffe ohne Zulassung entfernen lässt, riskiert Streit mit Vermieter, Käufer oder Versicherung. Bei späteren Befunden in Wohnung oder Boden steht im Zweifel der Veranlasser in der Verantwortung. Ein dokumentierter Fachbetrieb ist hier auch rechtlich der bessere Weg.
Wir schauen uns Boden, Aufbau und Räume an, klären den Verdacht und stimmen das weitere Vorgehen ab.
Bei begründetem Verdacht nehmen wir eine Probe. Ein akkreditiertes Labor klärt, ob und in welcher Konzentration PAK enthalten ist.
Sie bekommen ein klares Festpreisangebot mit Sanierungsweg, Schutzmaßnahmen, Entsorgung und Termin, ohne Überraschungen.
Abgeschotteter Arbeitsbereich, staubarme Technik, eigene Mannschaft. Belastetes Material wird verpackt, deklariert und korrekt entsorgt.
Untergrund vorbereiten, neu spachteln, neuen Parkett-, Dielen- oder Vinylboden verlegen. Sie haben einen Ansprechpartner, von der ersten bis zur letzten Leiste.
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