Warum schwarzer Kleber im Stuttgarter Altbau ein Thema ist
Wer in Stuttgart eine Wohnung in einem Bau aus den 1950er bis 1970er Jahren saniert, stößt häufig auf das gleiche Bild. Unter dem alten Stab- oder Mosaikparkett liegt eine schwarze, zähe Klebeschicht auf dem Estrich. In sehr vielen Fällen handelt es sich dabei um Steinkohlenteerpech. Dieser Kleber wurde damals großflächig eingesetzt, weil er günstig war und das Holz gegen aufsteigende Feuchtigkeit schützen sollte. Heute wissen wir, dass er PAK enthält, also polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Mehrere dieser Verbindungen gelten als krebserzeugend.
Solange der Kleber unter einem intakten Belag liegt, ist die Belastung der Raumluft meist gering. Kritisch wird es in dem Moment, in dem Sie ihn aufreißen, schleifen oder erhitzen. Dann werden Stoffe freigesetzt, die niemand in seiner Wohnung haben sollte. Genau deshalb gehört der Rückbau in eine spezielle Schutzkette und in die Hände eines zugelassenen Fachbetriebs. Mehr zum Hintergrund finden Sie auf der Seite Schwarzer Kleber unter Parkett.
Fünf Indizien, die auf Teerkleber hindeuten
Eine sichere Aussage liefert immer nur die Probe im Labor. Die folgenden Indizien sprechen aber so deutlich für Steinkohlenteerpech, dass wir Sie ernst nehmen sollten.
- Baujahr oder Renovierungszeitraum bis 1980. Teerkleber wurde überwiegend bis Mitte der 1970er Jahre verlegt, vereinzelt noch in den 80ern. Bei jüngeren Aufbauten ist das Risiko deutlich geringer.
- Zähe, schwarze Schicht. Der Kleber ist nicht bröselig, sondern dick und klebrig. Er bleibt am Werkzeug haften und lässt sich nicht einfach abkehren.
- Geruch nach Teer oder Bitumen. Erwärmt man den Klebstoff oder reibt man darüber, ist häufig ein typischer, asphaltartiger Geruch wahrnehmbar.
- Klassisches Stab- oder Mosaikparkett. Diese Parkettarten wurden in Stuttgarter Altbauten besonders häufig direkt in Teerkleber auf Estrich gesetzt.
- Lage im Großraum Stuttgart und Umgebung. Im Stuttgarter Kessel, in Bad Cannstatt, Feuerbach, Zuffenhausen, Vaihingen oder Esslingen treffen wir teerhaltige Kleber besonders oft in Wohnungen, die zwischen 1955 und 1975 erstmals mit Parkett belegt wurden.
Was Sie jetzt auf keinen Fall tun sollten
Wenn Sie schwarzen, zähen Klebstoff unter Ihrem alten Boden gefunden haben, ist das Wichtigste klar: nicht weiterarbeiten. Konkret bedeutet das:
- Kein Trockenschleifen, kein Stemmen, kein Aufbürsten.
- Keine Bauteile mit Heißluft erwärmen, um den Kleber zu lösen.
- Keinen Verlauf-Spachtel direkt auf den Kleber aufbringen, ohne den Befund zu kennen.
- Den Bereich nicht großflächig öffnen, weglüften und tagelang offen lassen.
Stattdessen: Bereich vorerst belassen, möglichst staubarm abdecken und einen Fachbetrieb für eine Begutachtung holen. Das ist nicht überängstlich, sondern die richtige Reihenfolge. Wer hier den Befund vor dem Werkzeug klärt, spart später eine Menge Geld und Ärger.
Wie wir das in Stuttgart machen
Wir sind seit über 30 Jahren Parkett-Meisterbetrieb in Stuttgart und zusätzlich zugelassener Fachbetrieb für die Asbest- und PAK-Sanierung. Das hat einen praktischen Vorteil: Wir können beides aus einer Hand, ohne dass Sie zwischen zwei Unternehmen vermitteln müssen.
Der Ablauf in fünf Schritten:
1. Vor-Ort-Termin. Wir schauen uns Aufbau, Räume und Zugang an, klären den Verdacht ein und stimmen das weitere Vorgehen ab. Kostenlos und unverbindlich. 2. Materialprobe. Bei begründetem Verdacht nehmen wir eine kleine Probe und schicken sie ins akkreditierte Labor. Erst der Befund entscheidet über das richtige Verfahren. 3. Festpreisangebot. Mit dem Befund erstellen wir ein klares Sanierungskonzept und ein verbindliches Festpreisangebot. Verfahren, Schutzmaßnahmen, Entsorgung, Termin, alles enthalten. 4. Sicherer Rückbau. Abgeschotteter Arbeitsbereich, staubarme Schleif- und Frästechnik mit Direktabsaugung, Schutzausrüstung und korrekte Entsorgung mit Nachweis. 5. Neuer Boden. Untergrund vorbereiten und Ihren neuen Parkett-, Dielen-, Vinyl- oder Designboden verlegen. Ein Ansprechpartner, ein Zeitplan, ein Festpreis.
Wer den Service-Aspekt vertiefen will, findet die Details auf der Seite PAK-Kleber entfernen lassen in Stuttgart. Wer lieber den Hub zur ganzen Schadstoffsanierung lesen möchte, ist auf Asbest- und PAK-Sanierung richtig.
Wann sich die Sanierung besonders lohnt
Es gibt Situationen, in denen sich der Schritt zum Fachbetrieb besonders auszahlt. Beim Verkauf einer Wohnung in Stuttgart sind Bodenaufbauten mit Schadstoffen ein Thema, das nach offener Kommunikation und einer sauberen Lösung verlangt. Beim Erwerb eines Altbaus klären Sie vor dem Einzug, was Sie unter dem alten Boden erwartet. Bei größeren Modernisierungen vermeiden Sie es, mitten in der Baustelle plötzlich umplanen zu müssen, weil der Heimwerker- oder Subunternehmer-Versuch nicht den ganzen Aufbau erfasst hat.
Egal in welcher Lebenslage Sie gerade sind, wir kommen kostenlos zur Vor-Ort-Einschätzung in den Großraum Stuttgart, von Bad Cannstatt bis Vaihingen, von Feuerbach bis Esslingen. Schreiben Sie uns über Kontakt oder rufen Sie uns einfach an. Wir nehmen uns Zeit und liefern Ihnen einen klaren Plan, statt schnelle Versprechen.

