Wie oft muss Parkett gereinigt werden?

Die trockene Reinigung ist der wichtigste Teil der Parkettpflege und sollte in bewohnten Räumen mehrmals pro Woche erfolgen. Nebelfeucht gewischt wird deutlich seltener, im normalen Wohnbereich genügen ein bis zwei feuchte Durchgänge im Monat. Der Grund für diese Reihenfolge ist einfach: Sand und feiner Straßenstaub wirken unter Schuhsohlen wie Schleifpapier und verursachen mehr Verschleiß als jede Verschmutzung, die sich abwischen lässt. In Flur, Küche und Homeoffice darf ruhig häufiger feucht gewischt werden, in wenig genutzten Schlaf- und Gästezimmern seltener. Nutzen Sie zum Saugen eine Parkettdüse mit weichen Borsten und keine Turbobürste, und leeren Sie Schmutzfangmatten regelmäßig aus. Wie stark der Schmutzeintrag den Boden zeichnet, zeigen wir ausführlich unter Parkett vor Kratzern schützen.

Welches Mittel gehört ins Wischwasser und wie viel davon?

Ins Wischwasser gehört ein Pflegemittel, das ausdrücklich für Ihre Oberfläche freigegeben ist: Holzbodenseife oder Wischpflege für geölte Böden, ein milder Reiniger für versiegelte Böden. Übliche Herstellerangaben für Holzbodenseife auf geöltem Parkett liegen bei rund 125 Millilitern auf 5 Liter Wasser, also etwa 1:40; für versiegelte Flächen wird häufig die doppelte Konzentration angegeben. Verbindlich ist immer das Etikett des konkreten Produkts, denn die Konzentrate unterscheiden sich deutlich. Zu viel Mittel ist dabei kein Vorteil: Überdosierung hinterlässt Schlieren und einen stumpfen Film, der später aufwendig entfernt werden muss. Der Mopp wird so gut ausgewrungen, dass die Fläche nach wenigen Augenblicken wieder trocken ist; wie feucht genau, erklären wir unter Parkett gegen Wasser schützen. Wischen Sie in Faserrichtung der Dielen, dann fallen Trocknungsspuren weniger auf.

Wie oft muss geöltes Parkett nachgeölt werden?

Geöltes Parkett wird im Wohnbereich je nach Beanspruchung etwa alle zwei bis vier Jahre vollflächig nachgeölt, in stark begangenen Zonen und in gewerblich genutzten Räumen entsprechend häufiger. Zwischendurch hält eine Wischpflege mit Ölanteil oder ein Pflegeöl für Laufzonen die Oberfläche in Form, in Flur und Küche meist mehrmals pro Jahr. Der bessere Maßstab als der Kalender ist der Zustand des Bodens: Wirkt die Fläche stumpf und rau, saugt sie an Laufwegen sichtbar nach oder dunkeln aufgetropfte Wassertropfen schnell nach, ist die Ölschicht verbraucht. Ein großer Vorteil geölter Böden liegt darin, dass sich einzelne Bereiche nachbehandeln lassen, ohne den ganzen Raum anzufassen. Welche Oberfläche grundsätzlich zu Ihrem Haushalt passt, vergleichen wir unter Parkett ölen oder versiegeln.

Was braucht versiegeltes Parkett an Pflege?

Versiegeltes Parkett wird nicht geölt, sondern über die Lackschicht gepflegt. Üblich sind etwa zwei gründliche Reinigungen im Jahr, nach denen ein Lackpflegemittel hauchdünn aufgetragen wird; es legt sich als Opferschicht über die Versiegelung und nimmt den Abrieb auf. Zusätzlich lohnt sich die Behandlung immer dann, wenn der Boden seinen gleichmäßigen Glanz verliert oder Laufstraßen sichtbar werden. Tragen Sie das Mittel sparsam und gleichmäßig auf, denn zu dicke oder zu häufige Schichten bauen sich auf und wirken fleckig. Ist die Versiegelung an Laufwegen erst durchgelaufen und das nackte Holz erreicht, hilft keine Pflege mehr, sondern nur noch ein Abschliff mit neuem Oberflächenaufbau.

Was tun bei Rotwein, Fett und Gummiabrieb?

Flecken werden getupft und nicht gerieben, und je schneller sie aufgenommen werden, desto geringer der Schaden. Reiben verteilt die Flüssigkeit und drückt sie in Fugen und Poren, gerade bei geölten Oberflächen. Für die häufigsten Fälle haben sich diese Vorgehensweisen bewährt:

  • Rotwein, Kaffee, Saft: Flüssigkeit sofort mit einem saugfähigen Tuch aufnehmen, den Rest mit lauwarmem Wasser und einem Tropfen Spülmittel abtupfen, anschließend trocken nachreiben.
  • Fett und Öl: mit lauwarmem Wasser und einem Spritzer Spülmittel lösen, danach mit klarem Wasser nebelfeucht nacharbeiten, damit keine Rückstände bleiben.
  • Gummiabrieb und schwarze Striche: trocken mit einem weichen Radierer oder einem Melaminschwamm ohne Druck ansetzen, erst danach mit Wasser und Spülmittel arbeiten.
  • Wachsmalstifte, Schuhcreme, Tusche: eine Mischung aus das vom Oberflächenhersteller freigegebene Fleckenmittel; testen Sie es zuerst an einer verdeckten Stelle.
  • Wasserränder und angequollene Stellen: gehören nicht in die Alltagsreinigung, sondern in den Beitrag Parkett gegen Wasser schützen.

Auf geölten Böden hellen behandelte Stellen häufig etwas auf, weil mit dem Fleck auch Öl entfernt wird. Ölen Sie die Stelle nach dem Trocknen punktuell nach, dann gleicht sich der Unterschied wieder an. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, etwa unter einem Schrank.

Welche Mittel und Geräte schaden dem Parkett?

Dampfreiniger, scharfe Allzweck- und Sanitärreiniger sowie ammoniakhaltige Produkte gehören nicht auf Parkett. Hitze und Wasserdampf treiben Feuchtigkeit durch Fugen und Mikrorisse in das Holz, aggressive Reiniger lösen Öl und greifen Lackschichten an. Ebenso ungeeignet sind Scheuermittel, Stahlwolle und harte Schrubber, weil sie matte Oberflächen anpolieren und glänzende zerkratzen. Auch Wischpflegen für Laminat oder Vinyl sind keine Alternative, sie sind auf andere Oberflächen abgestimmt und können auf Holz einen klebrigen Film bilden. Hausmittel wie Essig oder Zitronensäure sollten Sie ebenfalls meiden, da Säure geölte Oberflächen angreifen kann.

Wie sieht eine realistische Pflegeroutine über das Jahr aus?

Eine belastbare Routine besteht aus vier Ebenen, die sich mit wenig Aufwand einhalten lassen. Wichtig ist die Regelmäßigkeit, nicht der einzelne Kraftakt. So sieht die Aufteilung in der Praxis aus:

  • Mehrmals pro Woche: kehren oder saugen, besonders im Eingangsbereich und in der Küche.
  • Ein- bis zweimal im Monat: nebelfeucht wischen mit dem passenden Mittel in korrekter Dosierung, in stark genutzten Räumen häufiger.
  • Ein- bis zweimal im Jahr: geölte Böden in Laufzonen mit Pflegeöl auffrischen, versiegelte Böden gründlich reinigen und mit Lackpflege behandeln.
  • Alle zwei bis vier Jahre: geöltes Parkett im Wohnbereich vollflächig nachölen, je nach Beanspruchung auch früher.

Dazu kommt das Raumklima, das über Fugen- und Rissbildung mehr entscheidet als jedes Pflegemittel. Welche Werte in der Heizperiode sinnvoll sind und wie Sie sie halten, lesen Sie unter Parkett und Raumklima.

Wann kommt der Fachbetrieb ins Spiel?

Pflege verlängert die Lebensdauer, ersetzt aber keine Sanierung, wenn die Oberfläche durchgelaufen ist. Sobald blanke Stellen, tiefe Kratzer bis ins Holz, dunkle Ränder oder großflächig stumpfe Zonen auftreten, führt der Weg über einen Abschliff mit neuem Öl- oder Lackaufbau. Auch eine Grundreinigung mit anschließender Neuversiegelung ist in vielen Fällen der kleinere Eingriff als ein neuer Boden. Wann sich das rechnet, ordnen wir unter Wie lange hält Parkett und Sanierung ein.

Wenn Sie unsicher sind, welche Oberfläche Ihr Boden hat oder welches Pflegemittel dazu passt, schauen wir uns das an: Schicken Sie uns über Kontakt ein Foto Ihres Bodens mit einer kurzen Beschreibung, oder kommen Sie mit einer Musterdiele in unsere Ausstellung in Stuttgart-Bad Cannstatt. Wir sagen Ihnen, ob Pflege genügt oder ein Abschliff ansteht.

Meisterbetrieb für Parkett in Stuttgart und ganz Baden-Württemberg. Verlegung, Sanierung und Komplettservice seit über 30 Jahren.